Die Situation der Straßenhunde in Rumänien ist geprägt von strukturellen Problemen, fehlenden flächendeckenden Kastrationsprogrammen und politischen Versäumnissen. Viele Hunde landen in öffentlichen Tötungsstationen, in denen sie unter katastrophalen Bedingungen leben müssen.
Wir möchten auf dieser Seite sachlich und transparent über die Hintergründe informieren. Warum gibt es so viele Straßenhunde? Wie funktionieren Tötungsstationen? Welche Rolle spielen private Tierheime und Fostermodelle? Und weshalb ist nachhaltiger Tierschutz nur durch internationale Zusammenarbeit möglich?
Aufklärung ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit, denn nur wer versteht, kann helfen und Verantwortung übernehmen.


Auf dieser Seite stellen wir unsere Hunde vor, die aktuell in Rumänien in privaten Fostern leben oder sich bereits auf Pflegestellen in Deutschland befinden. Jeder Hund wird mit Foto und einer kurzen, ehrlichen Beschreibung vorgestellt.
Uns ist wichtig, den Charakter, die Bedürfnisse und eventuelle Besonderheiten eines Hundes realistisch darzustellen. Eine Vermittlung erfolgt ausschließlich nach sorgfältiger Prüfung und persönlichem Austausch, damit Mensch und Hund langfristig zueinander passen.
Unsere Hunde werden nicht „vermittelt“, sie werden in ein neues Zuhause begleitet.
Nach ihrer Rettung beginnt für unsere Hunde der wichtigste Abschnitt auf dem Weg in ein neues Leben. Bevor sie in ihr endgültiges Zuhause reisen dürfen, kommen sie nach der tierärztlichen Erstversorgung in unsere privaten Pflegestellen in Rumänien.
Dort erfahren sie zum ersten Mal, was es heißt, in Sicherheit zu sein.
Unsere liebevollen Foster-Familien kümmern sich rund um die Uhr um ihre Schützlinge. Sie geben ihnen Zeit, Geduld und Zuwendung, helfen ihnen, Vertrauen aufzubauen, und bereiten sie Schritt für Schritt auf ihr neues Leben vor.
In den Pflegestellen werden die Hunde:
Sie bleiben dort so lange, bis sie gesund, stabil und ausreisebereit sind – erst dann machen sie sich auf den Weg in ihr endgültiges Zuhause.


In Rumänien leben noch immer sehr viele Hunde ohne festen Besitzer auf der Straße, in Dörfern und an Stadträndern. Hunger, Krankheiten, Verkehr, Kälte und Gewalt gehören für viele von ihnen zum täglichen Überlebenskampf.
Ein großer Teil dieser Hunde stammt von nicht kastrierten Haustieren ab, die ausgesetzt wurden oder sich unkontrolliert vermehrt haben. In vielen Regionen fehlt es an ausreichender Aufklärung, medizinischer Versorgung und flächendeckenden Kastrationsprogrammen.
Staatliche Auffangstationen sind häufig überfüllt und können den Tieren nicht immer die nötige Versorgung, Zeit und Zuwendung bieten. Für viele Hunde bedeutet dies Stress, Unsicherheit und ein Leben ohne echte Perspektive.
Genau hier setzt unsere Arbeit an:
Wir helfen dort, wo Hilfe dringend gebraucht wird – mit Rettungen, medizinischer Versorgung, Kastrationen, Pflegeplätzen und der Vermittlung in liebevolle Zuhause. Unser Ziel ist es, nicht nur einzelne Hunde zu retten, sondern Tierleid nachhaltig zu verringern.
Viele unserer Rettungen beginnen mit einem Hilferuf von rumänischen Tierschützern, die Zugang zu staatlichen Tötungsstationen erhalten. Diese Orte sind für viele Hunde der letzte Halt – oft geprägt von Angst, Stress, mangelhafter Versorgung und großem Leid.
Sobald uns ein solcher Notruf erreicht, stellt sich gemeinsam mit Hund im Glück ein privates Retterteam zusammen. Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich zu handeln, denn für viele Hunde zählt jede Stunde.
Wir entsenden einen erfahrenen Fahrer direkt in die Tötungsstation. Dort holt er die Hunde persönlich aus ihren Zwingern und bringt sie umgehend in Sicherheit. Für viele von ihnen ist dies der erste Moment außerhalb der Gitterstäbe – und der erste Schritt in ein neues Leben.
Der Weg in die Sicherheit
Nach der Rettung werden die Hunde direkt in eine Tierklinik gebracht. Dort erfolgt die erste Notversorgung:




Erst dort erfahren wir die ersten gesicherten Daten über Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand der Hunde.
Viele Tiere sind in einem guten Zustand und können nach der Erstversorgung auf eine unserer privaten Pflegestellen in Rumänien ziehen.
Leider sind jedoch auch viele Hunde schwer erkrankt – zum Beispiel an Staupe, Parvovirose oder anderen Infektionen. Diese Hunde müssen in der Klinik bleiben, wo sie intensiv behandelt werden und um ihr Leben kämpfen.
Jede Rettung ist ein Wettlauf gegen die Zeit.
Doch jede gerettete Seele ist der Beweis, dass Hoffnung selbst an den dunkelsten Orten beginnt.
Für die medizinische Versorgung unserer Schützlinge arbeiten wir mit erfahrenen Tierärzten in Rumänien zusammen, mit denen uns bereits eine jahrelange, vertrauensvolle Zusammenarbeit verbindet.
In den Kliniken werden unsere Hunde umfassend betreut und medizinisch versorgt. Die Tierärzte kümmern sich mit großer Sorgfalt um:
Nach der Rettung stehen die Kliniken auch unseren privaten Pflegestellen tatkräftig zur Seite. Sie übernehmen die Nachsorge, kontrollieren Heilungsverläufe und begleiten die Hunde medizinisch, bis sie vollständig genesen und ausreisebereit sind.
So stellen wir sicher, dass jeder Hund bestmöglich versorgt wird – vom ersten Moment der Rettung bis zum Start in sein neues Leben.
Die rumänischen Foster (private Tierherbergen) werden täglich Zeugen davon, wie Straßenhunde misshandelt und ausgesetzt werden.
Bei unseren Schützlingen sind die Pfleger stets bemüht, die Hundegruppen so zusammenzustellen, dass es innerhalb der kleinen Rudel harmonisch zugeht.


Pablo stammt aus einer unserer Sommerrettungen 2025. Als wir ihn aus der Tötungsstation Alexandria holten, war er nur noch ein Häufchen Elend – geschwächt, kraftlos und bereits schwer erkrankt.
Alexandria ist ein Ort, an dem Hunde ohne Betäubung getötet werden – viele von ihnen erleben dort unvorstellbare Angst und Schmerzen. Als wir Pablo sahen, konnten wir nicht wegsehen. Für ihn wollten wir wenigstens versuchen, ihm Leid zu ersparen und ihm eine Chance zu geben.
Leider hat Pablo den Kampf trotz aller Bemühungen verloren. Er ist in der Klinik eingeschlafen – nicht allein, nicht vergessen und mit Menschen an seiner Seite, die um ihn gekämpft haben.
Pablo durfte erfahren, dass sein Leben etwas wert war.
Und er erinnert uns jeden Tag daran, warum wir nicht aufgeben.
Auch Daniel, ein Rottweiler-Rüde, stammt aus der Tötungsstation Alexandria. Als wir von ihm erfuhren, war er in einem erschütternden Zustand: schwer verletzt, mit offenen Wunden an den Beinen, geschwächt und schwer krank. Niemand kümmerte sich um ihn – er war sich selbst überlassen, ohne medizinische Hilfe, ohne Schutz, ohne Hoffnung.
Nach seiner Rettung wurde Daniel sofort in die Klinik gebracht. Dort begann ein langer, schwerer Weg. Über viele Monate hinweg kämpften Tierärzte um sein Leben, behandelten seine Verletzungen und versuchten, seinen Körper wieder zu stabilisieren. Daniel zeigte eine unglaubliche Stärke und einen stillen Lebenswillen.
Nach wochenlanger Behandlung ergab sich sogar die Chance, auf eine Pflegestelle in Deutschland zu ziehen. Nach dem langen Klinikaufenthalt kehrte er zur weiteren medizinischen Betreuung noch einmal in eines unserer rumänischen Foster zurück, wo er sich eigentlich nur noch erholen sollte – bis zu seiner Ausreise.
Kurz vor diesem letzten Schritt geschah das Unfassbare:
Daniel brach plötzlich zusammen und verstarb völlig unerwartet.
Er hat es fast geschafft. Fast.
Doch auch wenn sein Weg viel zu früh endete, war Daniel nicht mehr allein, nicht mehr vergessen – und er durfte erfahren, dass sein Leben gesehen und geschätzt wurde.
Daniel bleibt für immer ein Teil unserer Geschichte.


Cooper stammt ebenfalls aus einer unserer Sommerrettungen 2025 aus der Tötungsstation Alexandria. Kurz bevor unser Fahrer die Station verlassen wollte, wurde er uns vom Veterinär noch „in die Hand gedrückt“ – als letzter Hund dieser Rettung. Niemand wusste viel über ihn. Nur, dass er sehr nervös und unsicher war.
Als 20. Hund wurde Cooper noch auf den Transport verladen – ein Platz, der ihm im letzten Moment das Leben rettete.
In der Klinik stellte sich heraus, dass Cooper an Staupe erkrankt war. Er kämpfte, wurde intensiv behandelt und schaffte das, was viele nicht schaffen:
Er besiegte die Krankheit.
Gerade als alles Hoffnung machte, geschah das Unfassbare. Cooper kam durch einen tragischen Beißvorfall ums Leben.
Sein Weg war viel zu kurz.
Doch Cooper durfte erleben, dass jemand ihn gesehen hat, dass er gerettet wurde und dass er wichtig war.
Er bleibt für immer ein Teil unserer Geschichte.
Angel stammt aus derselben Sommerrettung 2025 aus der Tötungsstation Alexandria. Schon bei ihrer Ankunft in der Klinik war klar, wie schwer ihr Körper gezeichnet war: Sie litt an einem großen Brusttumor, der ihr Kraft nahm und ihr Leben zunehmend erschwerte.
Unsere Tierärzte taten alles, was möglich war, um ihr zu helfen und ihr Schmerzen zu nehmen. Doch Angels Zustand ließ keine Hoffnung mehr auf Heilung zu. Schweren Herzens entschieden wir gemeinsam mit den Tierärzten, sie in Würde gehen zu lassen.
Angel musste nicht alleine gehen.
Sie durfte in Ruhe einschlafen – umsorgt, gehalten und gesehen.
Sie hat unser Herz berührt, und sie bleibt für immer ein Teil unserer Geschichte.
